1. Quellen anbinden und Veränderungen erfassen
Am Anfang stehen operative Systeme: ERP, MES, CRM, Datenbanken, APIs, Dateien oder Sensordaten. Entscheidend sind Datenverträge, Berechtigungen, Aktualisierungsfrequenz und eine eindeutige Zuordnung von Datensätzen. Nicht jede Quelle benötigt Streaming; manche Geschäftsprozesse sind mit einem kontrollierten täglichen Import besser bedient.
2. Daten aufnehmen und speichern
Pipelines übertragen Daten per Batch, API, Event-Stream oder Change Data Capture. Eine rohe Eingangsschicht hält Daten möglichst nachvollziehbar vor. Darauf folgen bereinigte und fachlich modellierte Schichten, beispielsweise in einem Data Warehouse oder Lakehouse. Welche Plattform sinnvoll ist, hängt von Datenvolumen, Abfragemustern, Latenz, Sicherheit und Betriebskosten ab.
3. Daten transformieren und fachlich modellieren
Transformationen gleichen Formate an, lösen Duplikate auf, prüfen Schlüssel und bilden fachliche Definitionen ab. So wird aus unterschiedlichen Bestell- und Produktionsdaten eine konsistente Kennzahl. SQL-Modelle, Python-Jobs oder verteilte Verarbeitung sind Mittel zum Zweck. Wichtig ist, dass die Logik versioniert, testbar und von den Verantwortlichen nachvollziehbar ist.
4. Bereitstellen und überwachen
Aus den verarbeiteten Daten entstehen Analytics-Modelle, APIs, Datensätze für Machine Learning und operative Signale. Monitoring prüft Laufzeiten, fehlgeschlagene Jobs, Datenausfälle, Frische und fachliche Plausibilität. Fehler brauchen einen klaren Eskalationspfad – ein technisch grüner Job kann trotzdem falsche Kennzahlen liefern.